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 SEITE IM AUFBAU

 Turnierhundsport (THS)

Leichtatletik mit dem Hund

 (Quelle: www.dvg-hundesport.de

 

Kaum eine hundesportliche Disziplin erfordert soviel Einsatz vom Hundeführer, wie der Turnierhundsport (THS). Hier wird mit dem Hund gelaufen, gesprintet, gesprungen und um Stangen gekurvt. Es kommt nicht nur auf die Geschwindigkeit des Hundes, sondern auch auf die des Hundeführers an.

THS ist ein Hundesport für jede Hunderasse und Hundeführer, jeglichen Alters. Bei diesem Sport ist die Bindung zwischen Hund und Hundeführer gefordert, denn diese beiden bilden ein Team. THS ist die Hundesportart bei der sich beide Partner im Team – der Mensch und der Hund – zu gleichen Teilen in das Ergebnis einbringen. Somit spielt für den Erfolg die Art des Hundes nicht die alles entscheidende Rolle im Wettkampfgeschehen. Im THS gibt es deshalb auch verschiedene Altersstufen und eine Trennung nach Frauen und Männern, die für die jeweilige Altersstufe getrennt bewertet werden.

 

THS besteht aus folgenden Lauf-Disziplinen:

Geländelauf 1000, 2000 und 5000-Meter, Vierkampf , Dreikampf, Hindernislauf, Combinations-Speed-Cup (CSC), Shorty und K.O-Cup

Dieses breit gefächerte Angebot bietet ideale Möglichkeiten zu spontanen, spielerisch aufgebauten sportlichen Handlungen zusammen mit dem Hund. Sport mit dem Hund macht einfach allen Beteiligten Spaß. Turnierhundsport bedeutet aktive Gestaltung der Freizeit und steht für die Begriffe Erholung, sportliche Ertüchtigung, Wettkampferlebnis, Erfolg und Niederlage. Durch differenzierte Anforderungen an das Leistungsvermögen der Teams wird die Hemmschwelle zum Einstieg in den Hundesport drastisch gesenkt und schafft nicht zuletzt auch für unsere Kinder und Jugendlichen eine attraktive Freizeitgestaltung mit Ihren Vierbeinern unter Gleichgesinnten. Sport mit dem Hund macht einfach allen Beteiligten Spaß.

Alle Disziplinen des THS sind so aufgebaut, dass sie mit Hunden aller Größen, Rassen und Veranlagung ausgeführt werden können; aber da der Mensch ebenfalls (einigermaßen) sportlich sein sollte bzw. Lust auf Bewegung mit seinem Hund haben sollte, gibt es für diesen, wie in der Leichtathletik Altersklassen und Geschlechtertrennung in einer nach oben offenen Wertungsskala. 

Unter dem Motto "Fit und gesund, durch Sport mit dem Hund" vereint der Turnierhundsport heute das gesamte Spektrum vom Breitensport bis hin zum Spitzen(Hunde)sport.

In unserem Kalender könnt ihr sehen wann wir THS trainieren.

 

LAUF-DISZIPLINEN

Unter dem Oberbegriff werden, ähnlich wie in der Leichtathletik, eine Reihe von eigenständigen Disziplinen, die in zwei Bereichen aufgeteilt sind, zusammengefasst:

Leichtathletik mit Hund (Hund benötigt die BH/VT):

  1. Vierkampf, in drei aufeinander aufbauenden Leistungsstufen (VK 1, VK 2 und VK 3)  

  2. Geländelauf 1000-, 2000- und 5000 m  

  3. CSC - Combinations-Speed-Cup  

Breitensport mit Hund (Hund mind. 15 Monate alt und BH/VT ist nicht notwendig):

  1. Shorty  

  2. K.O.-Cup  

  3. Hindernislauf

  4. Dreikampf

VIERKAMPF

Die Königsdisziplin in dieser Sportart, oder anders gesagt: was der Zehnkampf in der Leichtathletik darstellt, ist der Vierkampf im Bereich Turnierhundsport.
Dieser besteht aus:

Gehorsamsübung
Ohne Gehorsam läuft im Hundesport gar nichts, also gehören zum Beispiel die Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz- und Platzübung und beim Vierkampf 2 und 3 auch die Stehübung selbstverständlich als ein Übungsteil zum Vierkampf.
Hürdenlauf
Der Hürdenlauf verlangt vom Hundesportler gleich zwei Anforderungen: Schnelligkeit und Schnellkraft.

Während wir als Menschen dieses trainieren müssen, bringt der Hund solche Voraussetzungen in aller Regel schon mit. Im Vierkampf 1, also der "Einsteigerklasse", haben Hund und Hundeführer eine 60 Meter lange Sprintstrecke gemeinsam und parallel zu bewältigen, wobei der Hund vier Hürden in Höhe von 30 Zentimetern zu überwinden hat und der Hundeführer parallel daneben läuft oder auch die Hürden nimmt. Die Laufzeit und Fehlerpunkte fließen in die Gesamtwertung ein.

Beim Hürdenlauf des Vierkampf 2 muss der Hundeführer parallel mit seinem Hund über die Hürden. Die strecke und bewertung ist wie beim VK1.

Beim Hürdenlauf des Vierkampf 3 beträgt die Laufstrecke 80m, garniert mit insgesamt 6 Hürden. Die Anforderungen an die Sportlichkeit des Hundeführer werden hier gesteigert. Auch hier muss der Hundeführer ebenfalls die Hürden bewältigen. Ja und da können beide Fehler machen, Zeit- wie Gerätefehler. Hundeführer und Hund müssen auch hier zeigen, dass sie ein Team sind.
Slalomlauf
Es ist schon faszinierend, sich das gekonnte Zusammenspiel von Herrchen/Frauchen und Hund anzuschauen, wenn sie gemeinsam den 55 m (VK-1) bis 75 m (VK-3) langen und mit 1,40 m breiten Slalomtoren ZickZack-Kurs bewältigen.

Um Strafpunkte zu vermeiden, müssen Hundeführer und Hund die Tore passieren und keine Stange auslassen. Zwei Wertungsdurchgänge fließen in die Ergebnisermittlung ein.
Hindernislauf
Auch diese Strecke ist wieder 75 Meter lang, aber bei dem mit Hürde, Schrägwand, Tunnel, einem 65 Zentimeter hohen Laufdiel, einem Durchsprung, einem Hoch-Weit-Sprung, bespikten Parcours erklettern oder durchkriechen die Hunde diese, der Hundeführer darf hingegen neben den Geräten laufen.
Kaum zu glauben, aber trotz aller zu überwindenden Hindernisse ist der Hund meistens noch eher am Ziel als Herrchen/Frauchen und die ringen - dort angekommen - ganz schön nach Luft, spätestens nach dem zweiten Wertungsdurchgang.

 

GELÄNDELAUF

Da fast jeder gesunde Hund, egal ob Rassehund oder Mischling, groß oder klein, von sich aus die Voraussetzungen zum Lauftraining mitbringt, ist der Einstieg in diese THS Disziplin verhältnismäßig einfach. Der Geländelauf ist nicht nur ein Erlebnis für beide, sondern fördert auch die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden, den Ausgleich zu der oft monotonen Tätigkeit im Berufsleben. Geländelauf mit dem Hund ist so richtiges Abschalten von den vielen Dingen des Alltags. Die Laufstrecke, häufig durch Wald und Flur und selten asphaltiert, wird mit angeleinten Hund bewältigt. Auch hier sind - wie in den anderen Disziplinen - Gehorsam und sozialverträgliches Verhalten des Hundes Grundlage und Garant für Spaß und Erfolg.

CSC - Combinations-Speed-Cup

Wenn ein CSC-Parcours aufgebaut wird, gibt es richtige Wettkampfstimmung. Drei Hundeführer sind mit ihren Hunden am Start. Hier geht es um Tempo, Gehorsam, Sozialverträglichkeit der Hunde - trotz hoher Anspannung - und um Führigkeit. Der Parcours ist in drei Sektionen, gespickt mit Hindernissen, Slalomtoren und Wendestangen aufgeteilt und jeder Hundeführer steht mit seinem Hund an der ihm zugewiesenen Startposition und darf dort erst dann loslaufen, wenn der vorherige Läufer sein Ziel erreicht hat. Ähnlich den Staffelläufen in der Leichtathletik, jedoch ohne Staffelübergabe, laufen die Spielregeln des CSC.

HINDERNISLAUF

Eine ideale Möglichkeit in den Wettkampfsport einzusteigen. Der Hindernislauf aus dem Vierkampf wird als eigenständige Disziplin ausgeführt.

DREIKAMPF

Die nächste Möglichkeit in den Wettkampfsport einzusteigen ist der Dreikampf. Dieser besteht aus den drei Laufdisziplinen des VK-1 (Hürdenlauf, Slalomlauf, Hindernislauf). Da der Hund diese Laufdisziplinen üblicherweise schneller erlernt als den perfekten Gehorsam, ist es ideal hierüber den Einstieg in die Königsdisziplin, den Vierkampf, zu finden.

SHORTY

Diese Form des Wettkampfes läßt sich am besten als Kurzbahn CSC bezeichnen. Zwei parallele Hindernisbahnen stellen die Anforderung an die Teams dar. Durch die im Gegensatz zum CSC reduzierte Grundanforderung an den Ausbildungsstand von Hund und Hundeführer wird auch mit dem Shorty die Hemmschwelle zum Einstieg in den Wettkampfsport nach unten verschoben. Auf der anderen Seite eignet sich der Shorty, bedingt durch den geringen Platzbedarf des Parcours, auch für die Durchführung in Hallen.

K.O.-Cup

Eine weitere Variation des Themas Turnierhundsport wird mit dem K.O.-Cup demonstriert. Zwei Teams Mensch/Hund kämpfen auf parallelen, baugleichen Hindernisparcours um den Sieg. Im k.o.-System Sieger gegen Sieger, wird so der Tagesbeste ermittelt.
Spätestens bei dieser Disziplin wird nicht nur von den Teilnehmern körperliche Fitness verlangt. Das Publikum als leistungsförderndes Element ist aus dem Turnierhundsport nicht wegzudenken. Schon manch einer kam heiser nach Hause.